| Interview mit Carsten Pape |
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Warum schreiben Sie? Aus einem inneren Drang heraus. Ich möchte meine Geschichten, die ich im Kopf habe, vor mir sehen. Auch habe ich mehr Geschichten im Kopf, als ich jemals aufschreiben werde und dadurch ist es immer wieder interessant für mich, wie mein Unterbewusstsein entscheidet, welche von den Geschichten es wirklich Wert ist auf dem Papier zu landen. Doch möchte ich an dieser Stelle nicht vergessen zu erwähnen, dass das Schreiben mir auch eine große Freude ist. Es vermittelt mir ein Lebensgefühl, welches ich nicht missen möchte. Wie gehen Sie als Autor mit dem Web um (Chancen Risiken)? Oh, da bin ich eigentlich ziemlich Altmodisch. Erst vor kurzem habe ich damit begonnen mich mehr mit dem Web auseinander zu setzen. Ich denke, dass es für Recherchen ein sehr gutes Hilfsmittel sein kann und das man durch aus auch gute Kontakte knüpfen kann. Aber wie gesagt, ich bin da ein bisschen Altmodisch und das bleib ich wohl auch. Wie wird man heutzutage als Autor bekannt / berühmt (Tipps und Tricks)? Wie man berühmt wird? Diese Frage erscheint mir ein wenig zu einfach. Deshalb stelle ich mich zunächst der schwierigeren, doch eigentlich nicht gestellten Fragen: Wie werde ich gut und kann ich irgendwann einmal vom Schreiben Leben? Kann ich bei einer Lesung, meine Geschichten zum Leben erwecken und meine Zuhörer in meine Welt entführen? Haben Menschen Spaß meine Geschichten zu lesen? Unterhalte ich sie damit wirklich? Ich könnte wahrscheinlich hier endlos weiter machen und man könnte dabei den Anschein bekommen, dass ich mich doch nur um die Antwort der wirklich gestellten Frage drücken will. Nein, das will ich ganz bestimmt nicht. Nur ist es mir unangenehm, sie zu beantworten. Ich werde es aber trotzdem tun, auch wenn ich nicht will, dass es irgendjemand gibt, der sich dadurch inspiriert fühlt. Eine ehrliche Frage, eine ehrliche Antwort. Rufen sie alle wichtigen Fernsehstationen und Tageszeitungen an. Dann nehmen sie sich ein Schrotgewehr und erschießen sie alle Menschen, die ihnen lieb und teuer sind. Dann stecken sie ihr Haus an. Danach stellen sie sich reumütig der Polizei. Machen sie vor Gericht eine gute Figur. Freundlich, Umgänglich, so das sich niemand erklären kann, wie sie das tun konnten. Nehmen sie die Strafe mit Reue entgegen. Bei gutem Rechtsanwalt und prima psychologischer Betreuung, bekommen sie so cirka 8 Jahre. In dieser Zeit nehmen sie sich einen tollen Geisterschreiber und erzählen ihm die Geschichte ihres Lebens. Daraus machen sie dann selbst ein Buch mit dem Titel: DURCHGEDREHT Was ist Ihre Strategie, einen Verlag zu finden? Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten. Das Beste zu geben und nie den Glauben an sich selbst zu verlieren! Sollten Autoren heute mehr zusammenarbeiten? Es ist doch schön, wenn man mit anderen Menschen etwas teilen kann. Autoren sollten da keine Ausnahme machen. Welche Art von Literatur schreiben Sie? Das ist wirklich eine lustige Frage. Am liebsten würde ich Berührungsliteratur schreiben. Das Menschen die meine Geschichten Lesen, nicht darüber nachdenken ob ich gut oder ob ich schlecht schreibe, sondern beim zu klappen meines Buches das Gefühl haben, dass etwas vorbei ist, wofür es sich gelohnt hat, die Zeit zu investieren. Das, wenn ein dritter sie nach der Beschreibung des Buches fragt, nur die Antwort kommt: „ Kann man nicht beschreiben, muss man gelesen haben.“ Wann ist jemand ein Autor / Schriftsteller? Wenn man Schreiben kann und wenn man sich stellen kann. Dann ist man Schriftsteller. Welche Umgebung brauchen Sie zum Schreiben? Ruhe! Auf keinen Fall in irgendeiner Kneipe oder in einem Cafe. Schreiben ist für mich eine intime Sache. In eigenen Worten: Wer sind Sie eigentlich? Ich bin ein alter Kämpfer der nie aufgeben wird, die Menschen zu mögen. Ein Musiker der immer noch auf der Suche nach dem Song ist. Ein Geschichtenerzähler. Einer der weiß, dass wenn er Morgen sterben würde, seine letzten Worte sein würden: „ Es hat sich gelohnt“ Was machen Sie neben dem Schreiben (Job, Hobby)? Ich bin Musiker von Beruf und das mit Leib und Seele. Ich stehe über hundert Mal im Jahr auf irgendwelchen Bühnen. Einerseits mit meiner Band „Papes – Brüder“ oder mit meinem Freund und Kollegen Lotto King Karl. Im nächsten Jahr werden es wohl noch mehr Auftritte werden, da noch ein drittes Projekt mit dazu gekommen ist. Das hat allerdings weniger mit Musik zu tun, sondern mehr mit Literatur. Ab Februar 2009 bin ich mit den beiden Ausnahmeliteraten Armin Sengbusch und Viktor Hacker auf „ Feuerbrüder Tour“. Meine Literaischen Werke, auf die Bühne zu bringen, integriert in einer Show, war schon immer ein Traum von mir gewesen. An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit? Ich arbeite gerade an einem neuen Album mit Lotto King Karl, welches im April nächsten Jahres auf den Markt kommen soll. Mein zweites Buch ist jetzt auch in Arbeit. Es trägt den Titel.“ Das Rutschbahnverfahren“ Ich bin jetzt im 8 Kapitel und es wird irgendwann im nächsten Jahr erscheinen. Das Interview führte Thorsten Schubert |
11. Oktober
Molotow / Reeperbahn
13. Dezember
Molotow / Reeperbahn
4. 9. 2010
MTV Horst
Horst
21 Uhr
Einlass ab 19.30
07.09.10
IFA Berlin
13 UHR
15.09.10
NDR2 Radio - Soundcheck
21 Uhr Live Interview mit
Pape und Vorstellung des Albums
17.09.10
Hamburger Stadtpark
18.09,.10
Hamburger Stadtpark
05.11.10
RTL Chartshow
20 Uhr 15